Nachdem es auf dieser schönen Internetseite ja auch nicht immer nur um "Pumpen Pumpen" gehen kann, habe ich mir heute einmal vorgenommen, die aktuelle Langspielplatte einer von mir inzwischen doch sehr gerne gehörten Band vorzustellen. Ich hoffe, liebe Leser, dass keiner daran Anstoß nehmen möge, wenn er gerade auf der Suche nach weiteren Fakten zum Pumpen ist, aber ich selbst gönne mir doch gerne hin und wieder einmal eine Abwechslung.
Nun, offen gestanden, als ich diese Schallplatte zum ersten Mal in Händen hielt, fragte ich mich: „Endstation Fundbüro“, was soll denn das wieder darstellen – etwa eine Langspielplatte mit den besten Schaffnersprüchen und Zugführeransagen? Nun, ein guter Spaß wäre es sicher gewesen, eine solche Platte zu veröffentlichen, aber in diesem Falle verhält es sich anders. Wie dem geneigten Musikhörer sicherlich nicht entgangen ist, hat in letzter Zeit eine Schar von jungen Musikgruppen den Sprung in die Hitparaden geschafft, die sich zunächst einmal weniger durch ihre musikalische Qualität als vielmehr durch ihren originellen Kleidungsstil oder eben ihren ausgefallenen Namen hervortaten. Ist dies also eine Platte, die man guten Gewissens in die Rubrik 'Mehr Schein als Sein' einordnen darf?
Keineswegs. „Endstation Fundbüro“, das ist Musik für jung und alt, die man sowohl im heimischen Partykeller als auch auf dem Tanzboden hören kann! Vom flotten Foxtrott, wie beispielsweise bei „Alleine Klar“, bis hin zum erbaulichen Charleston-Rhymthmus, der unter anderem den Titel „Königreich der Emotionen“ untermalt, für jeden Geschmack ist etwas dabei, ein Schlager folgt dabei auf den nächsten. Und es ist endlich einmal wieder Musik, die auch den Nerv der Zeit trifft, ohne ihm dabei auf Schritt und Tritt den Allerwertesten zu polieren - ich hoffe sie verzeihen meine derbe Ausdrucksweise.
Tja, im Gegensatz zu anderen aktuellen Musikgruppen hielten sie nicht viel vom Einsatz elektronischer Hilfsmittel oder hochtechnisierter Synthesizer, die blindwütige Fortschrittsgläubigkeit im Zuge von Weltraumexpeditionen und den Erfolgen in der Robotertechnologie ließe sie völlig kalt. „Wir fühlen uns dem guten alten Malzbier mehr verbunden als dem LSD“, so lautet ihr Credo. Auf allen Ebenen des Lebens halte der Fortschritt Einzug, es gelte, ihm in Wort und Klang Einhalt zu gebieten, „bevor wir noch beginnen, unsere Freizeit mit der Rechenmaschine zu gestalten“, so der Sänger und Texter der Gruppe, Sebastian Pfaller.
Ein wahres Wort, wie ich meine. Nun, zögern Sie nicht - hören Sie doch einfach selbst rein, wovon diese drei jungen Männer ein Lied zu singen wissen!
Klicken Sie: Endstation Fundbüro!




